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Intim // Clueso & Band

Ich will ein’ Anfang mit mehr Tiefe, mit mehr Hintergrund. Ein Ende ohne Zensur. Ich will. Keinen Zentimeter mehr. Zwischen uns spüren. Ein Feld ohne Kontur.

Clueso

Weit weg ist das Ziel, wonach ich suchte. Hier soll es also geschehen. Hier soll ich Clueso live sehen. Den Typen, der mich seit zwei Jahren ständig begleitet. Vor allem mit Chicago oder mit Winter Sommer. Oder auch Mein Bestes. Irgendwann dieses Jahr auch Keinen Zentimeter zum ersten Mal gesehen und gehört. Und es auch schon zu lieben gelernt. Und irgendwann spontan auch von diesem Konzert gelesen. Und weil ich da sowieso schon in Wien bin, warum nicht

Das Konzert war gut. Sagen wir es so. Clueso [klüso] macht großartige Musik. Zwar habe ich viele Songs nicht gekannt, weil sie vom neuen, noch nicht veröffentlichten neuen Album So sehr dabei. Aber bei einigen Lieder konnte ich mitsingen. Also, von der Performance und der Stimme her, war dieses Konzert echt erste Klasse.

Was mir nicht so gefallen hat, war die Location. Okay, das Flex. Eine Institution in Wien. Für mich wohl das abfuckteste Lokal ever seen. Aber eben trotzdem irgendwie cool. Vor allem die Toiletten sollte jeder einmal gesehen haben. Aber im ersten Drittel des Konzerts kam ich dem Song „Keinen Zentimeter“ sehr nahe. Unzählige Menschen, auf engem Raum, und ich natürlich auf dem Platz, wo immer Leute entweder zur Bar oder weiter hinein ins Getümmel wollten. Mir wurde es dann zu stickig und zu heiß und so machte ich mich auf den Weg weiter zurück. Wo ich mehr Bewegungsfreiheit hatte und Clueso auch noch etwas öfter sehen konnte.

Und sonst.

Das Flex in Wien ist ein zwischen der U-Bahn-Station Schottenring und der Augartenbrücke gelegener Musikclub und in dieser Funktion Schauplatz von Auftritten lokaler und internationaler Musikgruppen und DJs.

Laut der jährlichen Wertung des deutschen Musikmagazins Spex zählt das Flex seit Jahren konstant zu den besten Clubs Europas. Auch die Musikanlage des Clubs wird in dieser Zeitschrift zu den besten Europas gezählt.

Das Flex, welches bereits mehrmals ausbaute und renovierte, zählt jährlich rund 100.000 Besucher. Wie zur Anfangszeit ist Sodawasser auch heute noch gratis zu bekommen, die Konsumation von selbst mitgebrachten Getränken vor dem Lokal ist hingegen nicht mehr erlaubt.

Jaja, das ist schon cool. Sodawasser gratis. Und auch das neue Café, welches wir im Anschluss besuchten, hat seinen gewissen Charme. Aber ich hätte mir Clueso lieber im WUK oder in der scheinbar großartigen Arena angesehen. Weiß nicht, ich bin eben nicht der Typ für solche Lokale. Aber alles in allem war auch dieses Konzert, zumindest von Performance ausgehend, großartig. Hätte mich geärgert, wenn ich es versäumt hätte.

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