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Amy Winehouse

Nachdem ihr kometenhafter Aufstieg und ihr trauriger Absturz mit fünf Grammy gekrönt wurde, möchte ich nun erstmals über meine Liebe zu ihrer Musik schreiben.

Aufmerksam wurde ich auf sie durch einen Blogeintrag über das Video von You Know I’m No Good. Schnell hatte ich mich verliebt in ihre Stimme und ihr Auftreten, ihre scheinbare Exzessivität und ihren Kleidungs- und Haarstil. Weiter recherchiert und auf Rehab gestoßen. Immer weiter hinein in das Phänomen Winehouse gestolpert. Irgendwann einmal das Album Back to Black besorgt und das vollkommene Album als großartige CD angesehen. Ich war wieder einer Frau verfallen. Zutiefst und innig. Frank setzte dem allen noch die Krone auf.

Nach und nach wurden auch die anderen Menschen auf diesem Erdball auf sie aufmerksam. Plötzlich fragten mich meine Freunde, ob ich sie schon kenne. Mit einem stolzen Lächeln konnte ich schon die Alben vorweisen. Plötzlich sah man sie bei den MTV Award Shows, sie räumte einen Preis nach dem anderen ab. Und schließlich kann sie sich Amy Winehouse, fünffache Grammy-Gewinnerin nennen. Hört sich doch alles nach einer großartigen Karriere an.

Ähm. Vielleicht zu kometenhaft, das Ganze. Manchmal kollidiert man mit anderen Himmelskörpern und kommt ins Wanken. Ihre scheinbare Exzessivität offenbarte sich als wahr. Auf Bühnen beschimpfte sie ihr Fans und spuckte sie an. Der Alkohol, die Drogen … alles sprach von der weiblichen Pete Doherty. Und ich dachte nur. Sowas gibts nicht. Zwei so großartige Musiker, zweimal die selbe Karriere. Die Boulevard-Presse wurde auf sie aufmerksam, im Fernsehen konnte man jeden Schritt von ihr mitverfolgen. Sie wurde verurteilt, jeder fühlte sich im Stande eine Bewertung abzugeben. (//Vergleiche: Britney Spears – Der nächste Medienmord?) Ich fragte mich nur, warum das immer wieder passieren muss. Menschen, mit einem so großen Talent und eine so aussichtsreichen Zukunft flüchten sich aus der Realität, hinein in irgendeine Welt aus Drogen und Alkohol. Ich hatte Mitleid.

Das Video der Crack rauchenden Amy ging ebenso um die Welt und erlaubte es ihr fast nicht, zu den Grammy-Awards nach Amerika zu reisen. Schließlich hätte sie sogar einreisen dürfen, doch sie blieb lieber in London. Befand sie sich doch in Rehab. Jetzt sieht sie wieder um einiges besser aus. Und vielleicht weckt sie ihr Erfolg und die Anerkennung durch die Grammies auf. Vielleicht bleibt sie bis zum Schluss in der Entzugsklinik. Vielleicht schafft sie es ja. Ich wünsche es ihr. Ihre Stimme ist einfach so großartig, ihr Auftreten so genial. Ich glaube an sie, sie hat das Zeug, die Kraft, von den Drogen wegzukommen. So weit lehne ich mich mal aus dem Fenster.

Und die Medien? Die sollen ihre Eskapaden so schnell fallen lassen, wie sie auch erst auf sie aufmerksam wurden, als sie nicht nur mehr sang. Zerstört doch bitte nicht dadurch noch mehr. Und was hilft es schon, beim nächsten Kaffeekränzchen vom aktuellen Drogentrip zu erzählen. Ich red‘ lieber über die Musik.