Archiv für April 2008

Intim // Clueso & Band

Ich will ein’ Anfang mit mehr Tiefe, mit mehr Hintergrund. Ein Ende ohne Zensur. Ich will. Keinen Zentimeter mehr. Zwischen uns spüren. Ein Feld ohne Kontur.

Clueso

Weit weg ist das Ziel, wonach ich suchte. Hier soll es also geschehen. Hier soll ich Clueso live sehen. Den Typen, der mich seit zwei Jahren ständig begleitet. Vor allem mit Chicago oder mit Winter Sommer. Oder auch Mein Bestes. Irgendwann dieses Jahr auch Keinen Zentimeter zum ersten Mal gesehen und gehört. Und es auch schon zu lieben gelernt. Und irgendwann spontan auch von diesem Konzert gelesen. Und weil ich da sowieso schon in Wien bin, warum nicht

Das Konzert war gut. Sagen wir es so. Clueso [klüso] macht großartige Musik. Zwar habe ich viele Songs nicht gekannt, weil sie vom neuen, noch nicht veröffentlichten neuen Album So sehr dabei. Aber bei einigen Lieder konnte ich mitsingen. Also, von der Performance und der Stimme her, war dieses Konzert echt erste Klasse.

Was mir nicht so gefallen hat, war die Location. Okay, das Flex. Eine Institution in Wien. Für mich wohl das abfuckteste Lokal ever seen. Aber eben trotzdem irgendwie cool. Vor allem die Toiletten sollte jeder einmal gesehen haben. Aber im ersten Drittel des Konzerts kam ich dem Song „Keinen Zentimeter“ sehr nahe. Unzählige Menschen, auf engem Raum, und ich natürlich auf dem Platz, wo immer Leute entweder zur Bar oder weiter hinein ins Getümmel wollten. Mir wurde es dann zu stickig und zu heiß und so machte ich mich auf den Weg weiter zurück. Wo ich mehr Bewegungsfreiheit hatte und Clueso auch noch etwas öfter sehen konnte.

Und sonst.

Das Flex in Wien ist ein zwischen der U-Bahn-Station Schottenring und der Augartenbrücke gelegener Musikclub und in dieser Funktion Schauplatz von Auftritten lokaler und internationaler Musikgruppen und DJs.

Laut der jährlichen Wertung des deutschen Musikmagazins Spex zählt das Flex seit Jahren konstant zu den besten Clubs Europas. Auch die Musikanlage des Clubs wird in dieser Zeitschrift zu den besten Europas gezählt.

Das Flex, welches bereits mehrmals ausbaute und renovierte, zählt jährlich rund 100.000 Besucher. Wie zur Anfangszeit ist Sodawasser auch heute noch gratis zu bekommen, die Konsumation von selbst mitgebrachten Getränken vor dem Lokal ist hingegen nicht mehr erlaubt.

Jaja, das ist schon cool. Sodawasser gratis. Und auch das neue Café, welches wir im Anschluss besuchten, hat seinen gewissen Charme. Aber ich hätte mir Clueso lieber im WUK oder in der scheinbar großartigen Arena angesehen. Weiß nicht, ich bin eben nicht der Typ für solche Lokale. Aber alles in allem war auch dieses Konzert, zumindest von Performance ausgehend, großartig. Hätte mich geärgert, wenn ich es versäumt hätte.

Intim // Laura Marling und Adam Green

In der großen Stadt. Da trifft man plötzlich auf einen Amerikaner, der definitiv nicht tanzen kann. Aber singen … oh … Mann.

Laura Marling

Im Internet und nirgendwo tauchte irgendein Hinweis auf ein Vorband auf. Außer vielleicht auf MySpace, aber wer sieht denn schon da hin, wenn man nach Musik sucht? Naja. Laura Marling. Eine kleine, blonde, süße, liebe Frau. Und als sie so zu singen begann, mit ihrem Englisch und ihrer Stimme und ihrem Mann an den Drums und der ganzen Band. Eine wunderbare Begegnung, eine großartige Stimme und einmal, ganz kurz sogar, etwas Gänsehaut.

Ich empfehle einfach nur die Myspace-Seite von ihr. Das Album ist beinahe schon bestellt. Und ich würde mir auch ein komplettes Konzert von ihr anhören. Leider war sie bei diesem Konzert nur relativ kurz auf der Bühne. Ich hätte gern mehr von ihr gesehen. Also mal wieder ein großartiger Supporting Act. Wie Lisa Papineau nur eben anders.

Adam Green

Bluebirds are so natural … Adam Green. Nach vierzig Minuten Wartezeit kommt er endlich auf die Bühne. In schwungvollem Outfit und mit einer großen Band im Hintergrund. Und startete mit vielen Liedern, die ich noch gar nicht kannte. Wohlgemerkt, nur Album 1-3 (Garfield, Friends of Mine, Gemstones) sind in meinem Besitz, in Sixes & Sevens habe ich nur mal kurz hineingehört. Aber er war großartig. Ein energiegeladener Typ, mit für mich extrem überraschend gute Stimme und einer Stimmungsmache, wow.

Etwas störend waren jene Leute auf diesem Konzert, die noch nicht einmal legal ein Bier kaufen dürfen. Durch Kreischen und … ach, ich weiß nicht, haben sie sich wohl etwas lächerlich gemacht. Der Typ im Tigerkostüm hingegen, der war großartig.

Und sonst.

Das WUK ist mit seinen 12. 000m² Fabrikgelände aus der Gründerzeit eines der größten soziokulturellen Zentren Europas. WUK ist die Akürzung für Werkstätten- und Kulturhaus. Und das ist es auch. Auf dem Weg zum Konzertsaal kommt man an verschiedenen Werkstätten vorbei, wo leicht verwirrt aussehende Künstler herauslugen. Und die Kultur kam eben dann später.

Alles in allem war es ein großartiger Konzertabend. Ehrlich gesagt, habe ich mir von Green nicht so viel erwartet, ich war viel gespannter auf die zwei nachfolgenden Deutschbands, die in meinem Terminkalender stehen. Aber nach Laura Marling und den ersten Songs von Adam Green war alles großartig. Wunderbar, so ein Konzert.

[Link 1/AdamGreen-Homepage] [Link 2/LauraMarling-Homepage]

MyMusic. #2. Francis International Airport

Gemeinsam mit Kettcar werde ich Francis International Airport in Wien sehen. Zugegeben, ich habe bis heute nichts von ihnen gehört, aber nun, nachdem ich etwas von ihnen gehört habe, möchte ich sie euch auch vorstellen.

Francis International Airport. Eine Wiener Band, singt Englisch. Und sie klingen wunderbar. Ich habe mich vom ersten Lied weg in sie verliebt. Ende Mai 2008 soll übrigens auch schon das erste Album veröffentlicht werden. Mit dem Titel „We Are Jealous, We Are Glass“ werde ich dann eine CD von ihnen in den Händen halten.

Zurzeit kann ich noch nicht wirklich viel über die fünf Niederösterreicher sagen, nur eines. Sie machen wunderbare Musik

Die MySpace-Seite von Francis International Airport
We Are Jealous, We Are Glass auf Amazon vorbestellen

Kritisch Verhört // Sylt

1. Graceland
2. Nullsummenspiel
3. Am Tisch
4. Kein Außen Mehr
5. Wir müssen das nicht tun
6. Fake For Real
7. Geringfügig, befristet, raus
8. Agnostik für Anfänger
9. Verraten
10. Dunkel
11. Würde
12. Wir werden nie enttäuscht werden

Du und wie viel von deinen Freunden

Volle Distanz – Balkon Gegenüber – Im Taxi Weinen – Hier Sein – Wäre er echt

Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen

Die Ausfahrt zum Haus deiner Eltern – 48 Stunden – Balu – Nacht – Einer

Die beiden Vorgängeralben haben sich in mein Herz gespielt. Ich verbinde mit so vielen Lieder von Kettcar wunderbare oder auch traurige Erinnerungen. 48 Stunden hat mich dazu gebracht, mich zu trennen. Im Taxi Weinen wurde zum Lied des letzten Jahres von mir gewählt. Und jetzt ist es also da. Das neue Album „Sylt“ und das auch noch in der Deluxe Edition (CD + DVD). Nach dem Hineinhören versuche ich nun meinen Ersteindruck in Worte zu fassen.

Und nun kommen wohl auch die Worte, die ich mir nie erhofft, und die die wenigsten von mir erwarten würden. Ich bin enttäuscht. Gerade das, was ich an Kettcar geliebt habe, die Akustik, die Gitarre, die Stimme, die Texte und die Melancholie. Das alles war für mich Kettcar und noch vieles mehr. Auf Sylt sind sie lauter als sonst. Manchmal viel zu laut für diese wunderschönen Texte. Es macht viel mehr Spaß mit dem Booklet sich die Texte durchzulesen und sich selbst eine Melodie auszudenken. Sich zu überlegen, wie Markus Wiebusch es viel schöner hätte singen können.

Der Opener (nennt man das so) Graceland schreckte mich schon beinahe etwas bei der Videoveröffentlichung ab, so anders hörten sich Kettcar da an. Und so wie es aussieht, hat das dritte Album viel mehr Rock intus. Gerade das finde ich traurig. Einzige Ausnahme, wo die Akustik das komplette Lied andauert ist „Am Tisch“. Natürlich werden mir noch mehr Lieder gefallen, das ist jedes Mal so. Aber man kann sagen, dass Sylt sicherlich nicht einsteigerfreundlicher als die Vorgänger sind. Es geht weg vom eingängigen Melancholie-Indie-Pop.

Die DVD übrigens zeigt Kettcar auf ihrer 3-Gigs-Tour in Russland. Manchmal wirklich richtig lustig. Also eine gute Beilage. Obwohl mir eine zweite CD natürlich auch gut getan hätte.

Ohrwurm absolut ist Verraten. Poesie pur in diesen wenigen Zeilen.

Klingt nach Kettcar mit einer Prise „… but Alive“

Daumen in die Höhe für dieses geniale Cover. Tut mir Leid, aber wenn das nicht passt, kaufe ich meist auch keine CD. Aber dieses ist wirklich wunderbar.

Daumen woanders hin, für den manchmal unpassenden Rock.

Zeigefinger in die Höhe, für die Minispiele auf der „Deluxe Edition“-DVD.

Lieblingssongzitat “Weil das Kind, das gegangen ist, jetzt vor dem Haus stehend, erkennt und vermisst, dass es kein Kind mehr ist ” aus Verraten.

Kaufen? Wer die beiden Vorgänger geliebt hat, wird es wahrscheinlich schon haben. Wem Graceland gefällt, soll es sich kaufen. Die Graceland-Weiterentwicklung von Kettcar zieht sich durch das komplette Album.

Ich bin schon gespannt auf das Konzert Anfang Mai in Wien. Dass CDs nur viel weniger von der Musik rüberbringen können, weiß ich spätestens seit Lisa Papineau. Aber Kettcar haben sich eben weiterentwickelt. Es ist zumindest für mich anfangs noch sehr gewöhnungsbedürftig. Also … zurzeit noch enttäuscht, aber vielleicht bald wieder die vollkommene Liebe zu Sylt. Mal sehen.

Kritisch Verhört // Konk

1. See The Sun
2. Always Where I Need To Be
3. Mr. Maker
4. Do You Wanna
5. Gap
6. Love It All
7. Stormy Weather
8. Sway
9. Shine On
10. Down To The Market
11. One Last Time
12. Tick Of Time

1. Watching The Ships Roll In
2. Eaten By Your Lover
3. No Longer
4. Fa La La
5. Nothing Ever Changes
6. By My Side
7. Hatful Of Love
8. See The Sun (Alternate Version)
9. Brooklyn (Home Demo)

Als eine der größten Errungenschaften meines bisherigen musikalischen Lebens sehe ich neben der Aaron Carter-CD (1995, meine erste CD überhaupt) das erste Studioalbum von „The Kooks“. Im Gegensatz zu allen Bands vorher (mit Ausnahme von Maroon 5), war ich der Allererste in meinem Freundeskreis, der mit diesem Longplayer auftrumpfen konnte. Anfangs noch belächelt und nach dem Erfolg von Naïve in den Himmel gelobt. Das ist „Inside In // Inside Out“. Eine Ansammlung von vielen wunderbaren Songs mit der eingängigen Stimme von Luke Pritchard. Aber zugegeben: Beim späteren Lauschen gefielen mir zwar immer mehr Lieder, aber meist beschränkte ich mich auf einige wenige.

Mit großer Erwartung habe ich auf das zweite Album gewartet. Am 8. Oktober 2007 sah ich zum ersten Mal beim Durchsuchen des Internets folgende Nachricht.

The Kooks are in the studio now working hard on their second album.

Als man das Album zum ersten Mal bei Amazon vorbestellen konnte, habe ich das dann auch gleich getan. Heute morgen kam endlich das Päckchen an und ich bin begeistert. Bei einigen Kritiken (wie NME: 5 von 10) fiel das Album weit hinter den Erwartungen und dem ersten Album zurück. Die Special Limited Edition bietet neben dem normalen Album „Konk“ noch eine Extra-CD namens „Rak“ mit B-Seiten. Nach dem ersten Durchlauschen der CDs haben sich aber meine Erwartungen mehr als erfüllt.

Die CD scheint um einiges eingänger zu sein, als der Vorgänger, und gerade das gefällt mir sehr gut. Entfernen sie sich damit zu sehr vom Indie-Dasein? Werden sie damit zum von vielen Fans verhassten vollkommenen Kommerz? Laufen sie bald auch auf VIVA? Ich denke nicht. Die erste Single „Always Where I Need To Be“ ist eine poppiger kleiner Song, ein richtiger Ohrwurm. Doch auch all die anderen Songs gefallen mir dieses Mal schon beim Ersthören.

Ohrwurm absolut ist Tick Of Time. Ein eher akustisches Lied. Und das hat mir bei den Kooks schon immer am besten gefallen.

Klingt nach Luke Pritchard. Seine Stimme ist einfach unverwechselbar.

Daumen in die Höhe dafür, dass es gleich von Anfang an eine Special Edition gibt. Und anstelle einer DVD (die ich mir normalerweise nie ansehen werde), eine weitere CD dabei ist.

Daumen woanders hin, da der vollkommene Superhit wie Naïve zurzeit noch nicht hörbar ist.

Zeigefinger in die Höhe, für die österreichische Post, die es nicht schaffte, ein Donnerstag Nacht verschicktes Paket bis Montag zu schicken.

Lieblingssongzitat “It’s far to early in the morning, to be trying to call you, and far too early in the daytime, to be thinking about that […] ” aus Tick of Time.

Kaufen? Meiner Meinung nach ja. Mir gefällt das eigentlich Album und auch die B-Seiten sind wunderbar hörenswert.

Die Kooks haben mit „Konk“ eine tolle Weiterführung ihrer Erfolgsgeschichte gestartet. Von einer Revolution des eigenen Musikstils darf man zwar nicht sprechen, aber ich bin ehrlich gesagt froh darüber. Nach dem ersten Lied tauchte ein Lächeln auf meinen Gesicht auf, ich wippte mit den Füßen mit und fühlte mich im Sommer, am See, auf einer Party. Nur wenige Alben erzeugen so schnell ein so gutes Gefühl. Das Album ist also für Fans des ersten Albums absolut empfehlenswert.

Intim // Lisa Papineau und American Music Club

Manchmal gibt es Musik, da krabbelt die Gänsehaut ganz geschwind über den ganzen Körper. Kurz um: Was für eine Nacht!

Lisa Papineau.

Natürlich habe ich mit einer Vorband gerechnet. Entweder irgendein regionaler Schrott oder ein Mitbringsel aus Amerika. Zweiteres ist es geworden. Lisa Papineau. Ein Trio, mit der wunderbaren, und der Band den Namen gebenden, Lisa. Diese kleine, zierliche Frau hat eine so unglaubliche Stimmgewalt. Es war beeindruckend. Ihre Stimme ist irgendwie vergleichbar mit dem Sound der Cranberris, kräftig, leicht rauchig aber oft auf einfach nur sanft. Sie spricht mit so wunderbarer Stimme, haucht manchmal Töne und manchmal schreit sie auch. Ein junges Songwritertalent aus der Schmiede von Mark Eitzel. Aber zu dem kommen wir ja noch später.

Am Wunderbarsten fand ich den Song „Out To you“, welches auf der ersten Platte „Night Moves“ als Einstieg bereit hält. Ihr Stimme, umhüllt von leicht rockigen Tönen, manchmal auch musikalischen Spieleierein. Diese kleine Frau hat mich beeindruckt und ich habe diese eine Stunde, an dem sie den wunderbaren Abend so schön begonnen hat, genossen. Habe sie angesehen und ihrer Stimme gelauscht und die Band lieben gelernt. Wunderschön, dass solche Bands durch die folgende Band bei vielen Menschen bekannt werden.

American Music Club.

Und nun zum Hauptact des gesamten Abends. Mit dem Opener „Only Love Can Set You Free“ haben sie mein Herz schon erobert. Der größte lebende Lyriker (The Guardian), Mark Eitzel, ist großartig. Sein Auftreten, vom Aussehen eine Mischung aus Yusuf Islam (Vollbart) und Pete Doherty (Hut). Und seine Stimme? Anders, als man durch sein Auftreten erwarten konnte. Ich hatte ihn mir auch viel jünger vorgestellt. Im neunundvierzigsten Lebensjahr befindend, hat er doch eine sehr jugendliche und kräftige Stimme.

We’re here for six hours. And well, I wrote a song … today. It’s called: Hello Ebensee [Ibensea].

Natürlich ist sowas immer eine Stimmungsladung. Wenn man sich dann später das Live-Album kaufte, konnte man sehen, dass auch in Amsterdam ein „neuer“ Song gespielt wurde. Hallo Amsterdam. Fand ich lustig. Sie lieferten eine wunderbare Bühnenshow ab und trotz all der Gitarren und dem Bass und allem stand trotzdem immer die Stimme von Eitzel im Vordergrund. Einen Song, über 9-11 (aber keineswegs politisch gemeint; das hat er betont), bzw. über das New York danach, ist sehr akustisch, und durch seine kräftige Stimme zauberte er mir eine Gänsehaut all over the body. Wunderbar, wenn Künstler so etwas schaffen.

Und sonst.

Ich war ungewöhnlich früh dran. Um 20:30 Uhr startete das Konzert mit Lisa Papineau. Und der werte Herr Ikarus kaufte sich schon um kurz vor 19:30 die Karte und war ca. 15 Minuten lang der einzige in diesem Vorsaal des Kinos. Tja, und auch das. Kinos kann man sich ja vorstellen. Aber dieser Kinosaal bot ungefähr 80 Sitzplätze. Rundherum standen vielleicht noch 40. Und so kommt man grob gerechnet auf 120 Leute. Ein sehr intimes Konzert. Wirklich extrem intim. Ein unglaubliches Erlebnis. Und ich in der dritten Reihe. Ich genoss jeden einzelnen Song und alles war so wunderbar unkompliziert. Und zum Preis? Der Eintritt kostete mich mit Zivi-Ausweiß nur 13 €uro (statt 15). Also war der Eintritt geringer als ich erwartet hatte. Nach dem Konzert habe ich mir schließlich zwei Alben von Papineau und drei vom American Music Club (ein Live-Album, ein Album vom neuen Drummer und ein Solo-Album von Eitzel) und ein Shirt von AMC gekauft. Und während ich mit Papineau und anschließend mit dem neuen Bassisten Sean und Drummer Steve im Gespräch war (!), kam ich auf die Idee, mein neue erworbenes T-Shirt signieren zu lassen. Sean und Steve taten das mit voller Freude. Und als ich fragte, wo denn Mark und Vudi wären, schickten sie mich in den Kinosaal. Da standen sie nun. Und, schüchtern wie ich bin, traute mich anfangs nicht zur Bühne. Stand hinten und sah beim Abbau zu. Ließ diesen Abend wirken. Als schließlich ein anderer auch ein Autogramm wollte, folgte ich ihm. Fragte ihn.

Can you sign my T-shirt, please?
– Yeah. Sure.
Your show was amazing.

– Yeah. Sure.

Und nun befinde ich mich im Club der Menschen, die Mark Eitzel hassen. Das ist aber jetzt ein Insider für die Konzertleute. Ich liebe ihn und seine Musik und seine Vorband und seine eigene Band. Es war einfach nur ein wunderbarer und großartiger und einzigartiger und super-duperiger Freitagabend. Das schönste Konzert, welches ich bis jetzt jemals gesehen habe. Vielen Dank, dem Kino Ebensee und all den Veranstaltern.

(Verspätete) Playlist #14

Mal etwas anders. Und zum Reinhören und Ganz anhören. Völlig legal.