8 :: Music Is My Girlfriend // Todestage Sind Die Besten

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Man erinnere sich noch daran, als Kurt Cobain sich dem Tod entgegenstellte. Ich persönlich kann mich natürlich nicht daran erinnern, mit meinen sechs Jahren habe ich so gut wie nichts von dieser Generation X, die mir in der Zeit der Pubertät als das Größte vorkam. Aber dank dem eigentlich schwachen Musiksender MTV kommt man doch immer wieder jährlich in den Genuss eines Nirvana-Revival-Wochenendes. Mit einem MTV Masters über Leben und Tod von Kurt. Das weltberühmte und großartige “Unplugged in NY” und die besten Clips. Nirvana war mir natürlich schon einige Zeit ein Begriff. Meine Schwester hatte ja schon früh (für meine Verhältnisse früh, eigentlich Ende der 90er) dieses eine blaue Album mit dem nackten Baby drauf. Nevermind, wie ich später erfahren sollte. Aber ich denke vor … fünf Jahren circa. Oder doch schon früher. Und vielleicht auch etwas später kuckte ich mir mal das ganze MTV Special an. Und bezeichne mich seitdem … nein, Fan will ich nicht sagen. Nirvana machte einfach nur Musik, die in manchen Momenten meines Lebens so viel herausschreien, was tief in mir drin brodelt. Und jedes Jahr wieder, am Todestages des wohl größten MTV-Stars (ich weiß, Star ist in Kombination mit Cobain so … unpassend) merke ich mal wieder, wie sehr mir diese Musik fehlt.

Und dann gäbe es da noch Falco. Der ist nämlich auch vor zehn Jahren gestorben. Er, dessen Fan ich kurz vor seinem Tod und noch bis jetzt bin. Einer der größten, wenn nicht der größte österreichische Musiker (die klassischen Komponisten lasse ich mal außen vor) aller Zeiten. Seine Alben rotieren immer noch von Zeit zu Zeit. Manchmal dieses bewegende Lied, “Verdammt Wir Leben Noch”, kurz nach seinem Tod. Oder “Out Of The Dark” kurz davor. Dieser Musiker wird zwar nur alle zehn Jahre richtig und jedes Jahr nur im österreichischen Rundfunk etwas geehrt. Aber Hauptsache er bekommt die Ehre, die er verdient.

Wen hätten wir da auch noc. Hm. Tupac Shakur? Ja, da gibts auch immer von Zeit zu Zeit Specials auf MTV. Sicher ein großer Musiker, einer der wichtigsten Rapper. Aber er war noch nie etwas für mich. Beziehungsweise habe ich mich noch nie so richtig damit beschäftigt, als dass ich ein objektives Urteil bilden könne.

Warum ich denn überhaupt schreibe? Wegen dem King. Er lebt. In meiner Playlist. Nachdem ich nun im Besitz zweier Elvis-Compilations bin, gestern mir noch schnell mal “Aloha From Hawaii” in der ORF.music.night angesehen habe und ich bemerkt habe, wie viel ich eigentlich kenne und toll finde, höre ich zurzeit alle seine großen Hits. 30 Jahre ist er also schon (schein)tot. Ein unglaublicher Musiker. Einer der wichtigsten Musiker aller Zeiten. Und wie sie alle viel zu früh gestorben.

An alle: Ruhet in Frieden. Und findet euren Weg wieder zurück in die Playlisten der Welt.

Ich frage mich nur, wie viele MTV Specials oder VIVA-Video-Marathons es geben wird, wenn Schnappi oder DJ Ötzi gestorben sind. Zwei sinnlose Dinge, die von den Menschen (ich frage mich immer noch, wer so einen Scheiß kauft) geliebt wird. Möge man sie bitte schnell zu Grabe tragen (soll natürlich heißen: das Pseudonym DJ Ötzi, Gerri Friedle darf natürlich bleiben, wenn er sich für den Rest seines Lebens in die Ecke stellt und sich grün und blau schämt).

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